Text ·
Einsamkeit
Ohne KIStolz war er, er der Orkane über das Land fegen konnte.
Gutmütig war er, er der Lebewesen mit seiner Wärme umarmen konnte. Kaltherzig war er, er der mit seiner Kälte Tod zu bringen vermochte.
Frei war er, er der zu jeder Zeit überall sein konnte.
Leicht war er, er der nicht zu fassen war.
Stark war er, er der Bäume aus dem Boden reissen konnte.
Hilfsbereit war er, er der den Vögeln das Fliegen ermöglichte.
Das Blatt fiel sanft wiegend vom Baum,
der Herbst hat ihm die Freiheit geschenkt.
Getragen vom Wind, fegte es über das Land,
sah Äcker, Dörfer, Städte und Seen; Freiheit.
Er fing das Blatt, er der so gutmütig war.
Er trug das Blatt, er der so hilfsbereit war.
Er zeigte dem Blatt die Welt, er der so frei war.
Er verlangte nach dem Blatt, er der so vernarrt danach war.
Er versuchte das Blatt zu fassen, er der so hilflos war.
Er sehnte sich nach Freundschaft, er der so alleine war.
Das Blatt liess sich vom Winde treiben.
Immer weiter.
Immer stärker.
Immer höher.
Immer schneller.
Er blies und blies, er der so verzweifelt war.
Er schrie, er der sich nach Wärme sehnte.
Er weinte, er der so einsam war.
Dem Wind dankbar für seine Kraft, seine Liebe und Wärme,
schwebte das Blatt mit den ersten Winterflocken zu Boden.